Umzug

Den Wenigsten wird das reichen, was in einen Koffer passt. Schließlich will man sich ja auch ein Stückchen Heimat mit in die Fremde nehmen. Letztenendes entscheiden Budget und Menge der zu transportierenden Sachen über die Umzugsmethode. Wer nur ein paar Umzugskartons hat, kann diese per Kurierdienst verschicken. Das ist am günstigsten und am bequemsten. Mit Möbeln muss man entweder selbst einen Transporter mieten oder aber eine Spedition beauftragen.

Per Kurierdienst

Ganz wichtig: nur die stabilsten Kartons verwenden. Auf keinen Fall versuchen Geld zu sparen indem man Billige kauft. Man wird es bitter bereuen an dem Tag an dem man seine Kartons am Zielort in Empfang nimmt - oder das was davon übrig ist. Ob Post, DPD, UPS oder sonst ein Kurierservice, die Kartons werden extrem strapaziert und sie werden garantiert zerrissen und stark geknautscht ankommen wenn nicht Folgendes beachtet wird:

  • Nur die stabilsten Kartons verwenden die man bekommen kann. Auf jeden Fall doppelwandig.

  • Jeden Karton voll packen bis oben hin, so dass keine Lufträume existieren. Andernfalls zerknautscht der Karton sobald andere Kartons darauf gestapelt werden. Auch möglichst dicht packen um den Karton in sich stabil zu machen.

  • Alles Zerbrechliche und Elektronische mit REICHLICH Luftpolsterfolie einwickeln. Bekleidung, Handtücher etc sind kein so gutes Polstermaterial wie man meint.

  • Alle Ecken, Kanten und Faltstellen des Kartons mit festem Tape (z.B. Gaffertape) verstärken.

  • Deutliche Warnhinweise auf die Kisten schreiben wenn Zerbrechliches drin ist oder wenn es wichtig ist das eine bestimmte Seite oben ist.

All diese Ratschläge sind natürlich keine Garantie dafür das nichts zu Bruch oder verloren geht, aber sie erhöhen die Chancen um ein Vielfaches.

Während man in Deutschland in jedem Baumarkt geeignete Umzugskartons kaufen kann ist dies in England nicht der Fall. Am besten hebt man seine Kartons auf, andernfalls gibt es diverse englische Anbieter bei denen man über das Internet Kartons bestellen kann. Einfach auf google.co.uk als Suchbegriff "moving boxes" eingeben und es regnet Anbieter. Ich selbst habe gute Erfahrungen mit www.mad4boxes.co.uk gemacht. Aber nochmals: nur mindestens Doppelwandige bestellen!

Selbst fahren

Mit dem Auto kann man sich entscheiden zwischen Fähre und Eurotunnel. Ein Entscheidungskriterium ist schon mal der Zielort in England. Wer Richtung Nordengland will, kann bequem ab Rotterdam mit der Fähre bis beispielsweise Hull (Midlands) fahren und spart viele hundert Straßenkilometer auf der Insel. Für den Süden Englands bieten sich Fähren nach Folkestone, Newport oder Dover an, alternativ der Eurostar Zug von Calais nach Folkestone an.
Die Fähre zu nehmen kommt immer teurer als die überfahrt per Eurotunnel, selbst wenn man das gesparte Benzin einkalkuliert. Wem es das Budget erlaubt, der tut sich jedoch einen großen Gefallen damit, die Fähre zu nehmen, denn die Fahrstrecke von Deutschland bis nach Calais zieht sich wie Kaugummi. Von Hamburg und Karlsruhe sind es jeweils ca. 1000 km bis London. Davon über 700 bis man überhaupt erstmal in Calais am Eurotunnel ist. Nimmt man die Fähre von Holland aus spart man sich 200-300km.

Bucht man einen Transporter bei einer Autovermietung, kann es gegebenenfalls von Vorteil sein dort persönlich anzurufen um einen besseren Deal hinsichtlich inklusiver Kilometer auszuhandeln. Angesichts der der enorm weiten Strecke sind die Firmen eher bereit einem ein Pauschalpaket zu packen anstatt auf dem festen pro-Kilometer-Preis zu beharren, um das Anmieten des Fahrzeuges für den Kunden überhaupt attraktiv zu machen.

Hier einige Links zum vergleichen, planen und buchen:

Routenplanung

Transporter mieten

Fähren

Diverse nützliche Links

Kleiner praktischer Tipp: den Tank nochmal auf dem Kontinent voll machen vor der Überfahrt, denn Sprit ist teurer in England. Insbesondere wenn man mit einem Transporter reist ist es gut zu wissen: Diesel ist in England teurer als Benzin und somit sehr viel teurer als Diesel auf dem Kontinent.



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